
Joachim Konrad, Kreisvorsitzender der CSU Oberallgäu, berichtet bei der Begrüßung vom Antrag des Kreisverbandes OA: "Die Eigenheimzulage muss wieder her, damit Familien sich ein Eigenheim leisten können!" Generalsekretär Alexander Dobrindt, MdB, fügte an, dass Häuschen meist unter großem Verzicht geschaffen werden. Stuerlich sei aber Erben ein leistungsloser Erwerb. "Das ist ungerecht im Bereich der engsten Familie!"
Dobrindt kritisiert auch die Meinung Wohlstand entstehe durch Umverteilung. Wohlstand sei nur möglich durch Fleiß und Leistung erreichbar. Und Wertschöpfung funktioniere nur mit Wertschätzung. Er zitiert Ludwig Erhard, der von der sittlichen Verantwortung des Kapitals gegenüber dem Menschen sprach. Soziale Marktwirtschaft mit einer Neudefinition der Werteorientierung sei der richtige Weg für Deutschland. Dobrindt fordert auch die Einführung eines Bonus-Malus-Systems für führende Manager.
Generalsekretär Dobrindt lobt Gerd Müller als einen Mann mit Tatkraft, Optimismus, Fleiß, Einsatzbereitschaft und der richtigen Portion Sturheit. So sei es sein Verdienst, dass der Export von Lebensmittel stark angestiegen sei, seit er die Verantwortung für diesen Bereich übernommen habe.
Auch in der Europapolitik habe Müller schon früh die Weichen gestellt. Jetzt setzte sich die CSU erfolgreich für deutlich mehr Mitbestimmungh von Bundesrat und Bundestag sowie für kommunale Selbstverwaltung durch. Zum Misserfolg bei der Volksabstimmung zitiert er die Freude anderer Parteien: "Wir haben den Bayern die Lederhose ausgezogen!"
Er betonte: "Nur wer CSU wählt wählt Bayerisch. Nur wenn bayerische Kabinettsmitglieder mit am Tisch sitzen, können wir für Bayern die Politik mitbestimmen." Derzeit zahle Bayern für jeden Bürger 150,-€ in den Finanzausgleich. Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerkandidat der SPD, hätte in seinem Schattenkabinett keinen Menschen aus dem Süden Deutschlands vorgesehen. Dies sei eine Politik ohne Bayern.
Dr. Gerd Müller, MdB, macht klar, dass die Wahl noch nicht gelaufen sei: "Wir wollen im Allgäu ein klares Ausrufezeichen setzen!. Das letzte Mal wurde die Wahl auf dem Weg zur Wahlurne bestimmt." Wichtig sei die zweite Stimme, denn diese entscheide bei den Wahlen über die Mehrheitsverhältnisse.


