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Sonntag
Sep 05th


Schon vor neun Uhr waren Bauern mit ihren Traktoren auf dem Weg nach Lindau. Mittags zogen sie mit einer lebensgroßen Kuhattrappe, Glocken und Schellen zum Veranstaltungsort und postierten sich zu Hunderten mit Transparenten am Lindauer Hafengelände. Als die Kanzerlin um 12.50 Uhr durch das Spalier "Gerd's Team" mit dicht gedrängter Menschen zur Tribüne geleitet wurde, gingen vereinzelte Pfiffe im aufbrandenen Jubel unter. "Angie", so wurde sie auf zahllosen Tafeln freundschaftlich begrüßt. Sie packte gleich zu Beginn entschlossen "den Stier bei den Hörnern" und machte die Bannerträger freundlich darauf aufmerksam, dass sie die Sicht verdecken und ihr Transparent lieber einrollen sollten. Den von ihnen geforderten "Politikwechsel" nahm sie auf und erläuterte ihn aus ihrer Sicht. Den Bauern trug sie auf, sich in ihren Verbänden einig zu zeigen, damit die Politiker in Brüssel ihre Forderungen entschlossen vortragen können.

In ihrer Rede machte sie deutlich, dass sie eine starke CDU/CSU wolle, um in einer Koalition mit der FDP Deutschland entschlossen aus der Wirtschaftskrise zu führen. Sie beschwor den Geist Adenauers, das Wirtschaftswunder Erhards und den historischen Fall des Eisernen Vorhangs zu Zeiten Kohls und Gorbatschows. Das jährliche Treffen der Nobelpreisträger in Lindau lieferte ihr den guten Anlass, sich auf die internationalen Stärken Deutschlands in den Wissenschaften zu besinnen: In Deutschland wurde das Auto erfunden. Heute gilt es, neue Antriebe zu entwickeln. Deutschland muss führend bleiben in der Energieforschung und in Umwelttechnologien. Forschung muss gestärkt werden. Deutschland soll weiter hervorragende Wissenschaftler und Nobelpreisträger hervorbringen.

Ein einsamer Zuruf auf ihre rhetorische Frage, wer denn bessere Politik gestalten könne als die Union, - "Die Linke!" - lieferte ihr die Steilvorlage, mit den Dunkelroten abzurechnen. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hatten sie Gelegenheit zu zeigen, was sie wollen. Schmählich davongelaufen sei der Wirtschaftsminister in Berlin. Sich aus der Verantwortung zu stehlen sei keine verantwortungsvolle Politik, das ginge nicht mit der Union, versicherte sie.

Im spätsommerlichen Urlaubsambiente am Bodensee, umgeben von Bewunderern und Sympathisanten, aufmerksam beobachtet von hilfesuchenden Bauern, überwand die Kanzlerin gelegentlich die Distanz und sachliche Kühle, die ihr nachgesagt wird. Sie ging auf die Prinzessinnen und Königinnen zu, die die Vielfalt der Region vom Apfel bis zu Milch und Käse, vom Heu bis zum Hut und Tourismus mit Präsenten zum Ausdruck brachten. Sie wünschte dem Jungen, der an einem Fenster gebannt ihre Ausführungen zur Bildung und Handicaps des föderalistischen Schulsystems verfolgte, viel Freude an der Schule, verbunden mit der Hoffnung während seiner Schulzeit nicht über die Landesgrenzen umziehen zu müssen. Mit Blick am Bayerischen Löwen, vorbei über den Bodensee auf Österreich und die Schweiz war sie ganz die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland: Wenn viele Deutsche dort arbeiten, weil sie damit besser fahren, dann sei es ihre Pflicht dafür zu sorgen, dass in Deutschland die Wirtschaft vergleichbare Arbeitsmöglichkeiten biete.

Sie schmeichelte den Gastgebern mit dem Kompliment für die herrliche Stimmung bei ihrem ersten Besuch in Lindau. Die Wähler rief sie auf, nicht zu vergessen, worum es am nächsten Sonntag mit der Bundestagswahl geht. Überzeugend empfahl sie den Abgeordneten Dr. Gerd Müller. Er sei in Berlin nicht immer ganz bequem für sie, aber er erreiche viel für seine Region und damit für Deutschland. Un darum gehe es ja schließlich.

 

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Statements

team_alexander_loewenAlexander Löwen:
"Nun, zum einen will ich mit dem Vorurteil von so vielen Jugendlichen aufräumen, dass es keine Möglichkeit gibt, sich in die Politik einzumischen ... doch gibt's! - Gerds Team! Zum anderen - und das ist eigentlich der wichtigste Grund, weshalb ich bei Gerds Team mitmache - biete ich eine bestimmte Leistung: das Filmemachen. Gerd Müller fördert mein Talent und ich kann mich in meinem Interessensgebiet verbessern und meine Kenntnisse ausbauen."

www.gerd-mueller.de

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